Logo

Niederfrequente elektrische Felder

Das dürfen sich auch Ihre Kinder ansehen
  Solche Felder werden durch Hochspannungsleitungen sowie durch elektrische Geräte aller Art erzeugt, die nicht vollständig geerdet sind. Dazu zählen zahlreiche Geräte (wie Nachttischlampen, Stehlampen, Laptops, Staubsauger, Nähmaschinen, Computer, Wasserbetten) mit den sogenannten Euro-Steckern, bei denen die beim Schukostecker vorgeschriebene Erdleitung eingespart worden ist. Ein NF-Feld kann sich aber auch trotz Schukostecker aufbauen, wenn die Erdleitung der betreffenden Steckdose nicht in Ordnung ist.

  Wenn Sie sich in einem NF-Feld befinden, können sie leicht auf Spannungen bis zu 230 Volt (V) aufgeladen werden, ohne daß Sie einen direkten Kontakt zu irgendeiner Stromquelle haben. Solche Felder lassen sich mit entsprechend empfindlichen Sonden oder durch Messen der sogenannten Ankopplungsspannung feststellen. Letzteres ist die Spannung, die sich mit einem entsprechend hochohmigen Meßinstrument zwischen Ihnen und einem einwandfrei geerdeten Bezugspunkt messen läßt, wenn Sie sich im elektrischen Feld befinden. 

  Lampen mit Eurostecker verwenden meist Schnur- Zwischenschalter, die nur einpolig abschalten, was zur Unterbrechung des Stromflusses durch die Lampe völlig ausreichend ist. Je nach Polung des Steckers wird dabei aber statt der Phase der Nulleiter unterbrochen, so daß sich die gesamte Lampe unter (kapazitiv eingekoppelter) Spannung befindet. 

  Manchmal hilft es, einfach den Stecker umgekehrt in die Steckdose zu stecken. Dann ist es sinnvoll, Stecker und Steckdose an der Seite der Phase zu markieren, damit der Stecker in Zukunft nur noch "richtig" herum eingesteckt wird.

  Die schädliche Wirkung auf den menschlichen Körper erfolgt im NF-Bereich vor allem über die 

 Ankopplungsspannung und die damit verbundenen
kapazitiven Verschiebeströme. Nachts sollte der Körper weniger als 300 Millivolt (mV) - besser 50 mV
Ankopplungsspannung aufweisen, um sich ohne Störung der Nerven- und Körperzellen regenerieren zu können. Am besten sind dabei elektrische Geräte möglichst weit weg oder durch Netzfreischalter stromlos geschaltet. Auch abgeschirmte Elektroleitungen helfen oft - insbesondere bei Holzbauten. 

  Elektrische Felder können von einer Betonmauer oder einer (leicht feuchten) Ziegelsteinmauer stark reduziert oder sogar ganz abgeschirmt werden. Wände aus (trockenem) Holz bieten nur wenig Schutz - eher das Gegenteil ist der Fall: Durch Oberflächeneffekte entlang der Grenzfläche Holz - Luft werden das elektrische Feld stärker und damit die Ankopplungsspannung höher. 

  Niederfrequente elektrische Felder können mit einer gut geerdeten Matte aus Kupfer oder anderem elektrisch gut leitfähigen Material bis zu fast 100% abgeschirmt werden - jedoch darf dann keine Hochfrequenz im Raum vorhanden sein, da sich die Matte sonst schädlich auswirken kann. Niederfrequente magnetische Felder können mit einer solchen Matte aber nicht abgeschirmt werden.

  Wie Sie niederfrequente elektrische Felder abschirmen können, erfahren Sie hier. Das Feld eines Laptops - aber sinngemäß auch ähnlicher Geräte - läßt sich durch eine entsprechende Erdung vermeiden. 

© Dr.-Ing. Hans-Dieter Nowak - Impressum
 zurück zur Leitseite 'Elektrosmog' zur Übersicht  Rundgang durch den Elektrosmog
elonfe.htm, Stand 27.03.2006