PLC - die Hochfrequenzverseuchung durch die Hintertür

PLC - Powerline Communication

Das dürfen sich auch Ihre Kinder ansehen
Die PLC bedroht unsere Informationsfreiheit !

  Die PLC dient zur Übertragung von Kommunikationsdaten (Internetzugriff und inhouse gegen häuslichen Kabelsalat) auf Stromleitungen. Das ist insofern entgegen allen Schutzbehauptungen der Betreiber gefährlich, weil dadurch das gesamte Energienetz mit Hochfrequenz verseucht wird und der Störpegel eine solche Höhe erreicht, daß das Grundrecht auf freien Zugang zu öffentlichen Informationsquellen gefährdet wird. Ein öffentliches PLC ist bisher in den Städten Mannheim (am 02.05.2006 nicht mehr erreichbar), Offenbach (teilweise, im Juni 2004 noch in der Testphase), Hameln (am 02.05.2006 nicht mehr erreichbar), Haßfurt und Dresden eingerichtet - aber auch mehr und mehr PLC-Modems zur Kommunikation innerhalb von Gebäuden erscheinen auf dem Markt.

  Nach §2, Abs.2, Nr.5 des TKG Sind die Ziele der Regulation "die Sicherstellung einer effizienten und störungsfreien Nutzung von Frequenzen, auch unter Berücksichtigung der Belange des Rundfunks"; und gerade letzteres ist durch die enormen Störungen durch die PLC, insbesondere im Frequenzbereich 1 bis 30 MHz (zuzüglich Oberwellen) nicht mehr gewährleistet. 

  Die Auswirkungen der PLC werden auf der Website www.powerline-plc.info deutlich gemacht. Entsprechende Video- und Audio-Dateien können von dort heruntergeladen werden. Vergleichbare Informationen kann man auch über www.darc.de/referate/emv bekommen. 

  In allgemeinverständlicher Form (etwa für Leserbriefe von betroffenen oder besorgten Kurzwellenhörern geeignet, die vielleicht nur über Kurzwelle die Stimme ihrer Heimat empfangen können) bedeutet die PLC:
 

- PLC stört Funk (speziell Rundfunk, militärische Funkdienste, Sicherheitsfunkdienste wie Flugfunk und Amaterufunk)
- Bei einer Funkstörung kommt die Regulierungsbehörde (RegTP); dann muß das PLC-Modem auf den Schrott
- PLC macht Ärger mit den Nachbarn
- PLC ist unzuverlässig, da das Stromnetz viele Störsignale transportiert und für die Übertragung von Daten gänzlich ungeeignet ist.

  Gegen den Kabelsalat wäre der Kauf eines Wireless-LAN-Systems besser, weil es steckdosenunabhängig ist. Wenn es zukunfts- und leistungsfähig sein soll, dann möglichst ein WLAN für den 5-GHz-Bereich (dort gibt es z.B. keine Kollisionen mit dem Amateurfunk). Ein Ratschlag für Kunden, die sich trotzdem für Inhaus-PLC-Modems interessieren: Zur Absicherung ihrer Investition sollten nur solche Modems gekauft werden, bei denen der Verkäufer schriftlich im Störfall die Rücknahme des Gerätes und die Rückzahlung des Kaufpreises garantiert.

  Verschiedene Mustertexte stehen unter www.darc.de unter "PLC-Infos". Weitere Infos unter www.darc.de/aktuell/plc.

  Inzwischen wurde in Österreich der Linz Strom AG durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie amtlich mitgeteilt, dass aufgrund vorliegender Messprotokolle, die durch den Betrieb von Power Line Communication verursachte Störung des Kurzwellenbandes einzustellen ist. Einen Zeitungsartikel vom 23.12.2003 dazu finden Sie unter (www.pressetext.de/pte.mc?pte=031223007). Sollte er dort nicht mehr stehen, können Sie ihn per eMail von mir anfordern. Am 22.06.2004 fand ich aber bei  www.ppc-ag.de  noch einen Link auf  www.speed-web.at  (am 02.05.2006 nicht mehr direkt, sondern nur noch über diesen Link erreichbar) mit hinterlagerter Website der Linz AG.

  In Mannheim führte die RegTP am 27.11.2003 Messungen durch, die eine erhebliche Überschreitung der zulässigen Störpegel durch PLC ergab (Quelle: CQ DL, Helt 2-2004, Seiten 92 ff).

  Laut CQ DL, Heft 5-2004, Seite 323 will sich der Mannheimer Energieversorger MVV von seinem Geschäftsbereich PLC trennen. Die Dienstleistung "Internet aus der Steckdose" soll von einer Beteiligungsfirma PPC AG (www.ppc-ag.de) weitergeführt werden. Für diese sucht MVV einen Partner, der Investitionen (bisher 33 Mio Euro) in Millionenhöhe bewältigen müßte. 

  Es wäre wünschenswert, wenn das Fortschreiten der RFID-Technik zeigen würde, daß ein Unbrauchbarmachen von Funkfrequenzen Fortschritt und Innovation stört.

22.06.2004: Anfang 2004 wurde von der EU die Initiative OPERA gestartet, die zur Einführung der PLC auf europäischer Ebene dienen soll und mit einem Zuschuß von 20 Millionen Euro versehen ist.

02.05.2006: Der CQ DL, Heft 5-2006 lag ein Prospekt der Firma Conrad bei, in welchem auf Seite 7 unter der Bestellnummer 973256 ein "Devolo Microlink dLan Spar-Set" angeboten wird. Beginnt sich da die Meinung des DARC zu ändern oder hat die Gier des Verlages nach Geld für die Beilage Oberhand gewonnen ?

30.10.2007: Im Juni 2007 veröffentlichte die NATO-Arbeitsgruppe "Technologie der Informationssysteme" einen 176-seitigen Bericht (ein deutsche Kurzfassung mit Angabe der Quelle des Originales ist unter http://www.cqdl.de/download zu finden), in welchem ebenfalls vor dem außerordentlichen Störpotential der BPL (=PLC) gewarnt wird. Darin wird den NATO-Staaten empfohlen, die PLC-Strahlungen zu begrenzen. 

22.05.2010: In der CQ DL, Heft 6 berichtet DJ6AN auf Seite 430, daß die einstige PLC-Mustergemeinde Manassas im Bundesstaat Virginia (USA) sich zum Ausstieg aus der PLC-Technologie entschieden hat, nachdem die Wartung der PLC-Komponenten teurer war als die Einnahmen, die durch deren Nutzung erzielt werden konnten. Siehe auch: (http://www.southgatearc.org/news/april2010/city_ends_bpl_service.htm)

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faplc.htm, Stand 22.05.2010