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Aminosäuren

Das dürfen sich auch Ihre Kinder ansehen
  Eiweiße - auch Proteine genannt - bestehen aus Ketten von Aminosäuren, die in vielfältiger Weise miteinander kombiniert werden. Beim Menschen kennen wir insgesamt 20 bis 25 verschiedene Aminosäuren, von denen 8 mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, da unser Organismus sie nicht selbst herstellen kann. Diese 8 werden daher auch als "essentiell" bezeichnet:
  wichtig bei mind.B.
Valin Muskelkoordination, Entwicklung der Eierstöcke, Brustdrüsen 800mg
Leucin Regulation von Stoffwechsel und Thymus 1100mg
Isoleucin Regulation von Stoffwechsel und Thymus 700mg
Threonin Knochenwachstum, unterstützt den gesamten Stoffwechsel 500mg
Methionin wichtige Schwefelquelle für den Stoffwechsel, gut für Wundheilung, schützt Leber und Bauchspeicheldrüse. Chemische Bezeichnung: 2-Amino-4-methylmercaptobutansäure 1100mg
Phenylalanin Ausgangsstoff für Neurotransmitter, Adrenalin, mindert Hunger- und Schmerzgefühl 1100mg
Lysin Produktion von Antikörpern, Hormonen und Enzymen 800mg
Tryptophan regt die Verdauungssäfte an, stimuliert die Ausschüttung des Wachstumshormons (HGH), senkt mit Lysin den Cholesterinspiegel. L-Tryptophan ist die Vorstufe des Serotonins und kann daher als "natürliches Antidepressivum" angesehen werden 250mg
  Die Spalte "mind.B." zeigt den täglichen Mindestbedarf eines Menschen an. Empfehlenswert ist jedoch die doppelte Menge (Quelle: Pschyrembel)

  Das einzige Lebensmittel, in welchem alle essentiellen Aminosäuren in gleicher biologischer Wertigkeit enthalten sind, ist das Eigelb. Alle anderen eiweißhaltigen Lebensmittel enthalten die essentiellen Aminosäuren in unterschiedlicher biologischer Wirksamkeit. Davon können alle nur in der Menge direkt verwertet werden, die der Menge der essentiellen Amonisäure mit der niedrigsten biologischen Verfügbarkeit entspricht. Die restlichen bilden einen Überhang. Diesen verwendet unser Organismus, um daraus nach geeigneter Zerlegung die nicht-essentiellen Aminosäuren zu synthetisieren: 

  Bemerkungen
Alanin Diese 2-Aminopropansäure kommt in fast allen Proteinen vor
Arginin im Säuglingsalter essentiell je nach Phenylalanin-Zufuhr
Asparaginsäure hat sehr vielfältige Stoffwechselfunktionen
Asparagin Kommt unter anderem im Spargel vor 
Cystein im Säuglingsalter essentiell, da die Fähigkeit, Cystein aus Methionin umzuwandeln,  noch nicht ausgebildet ist
Cystin stabiliere Form von Cystein. Der Körper kann Cystein und Cystin jederzeit - je nach Bedarf - ineinander umwandeln 
Glutamin Dient unter anderem zur Ammoniak-Entgiftung
Glutaminsäure Baustein der Folsäure und wichtiger Neurotransmitter
Glycin Wichtiger Neurotransmitter zur Kontrolle der Motorik
Hystidin im Säuglingsalter essentiell je nach Phenylalanin-Zufuhr
Prolin ist eine zyklische Aminosäure, die vermehrt im Kollagen vor, aus dem Knochen und Bindegewebe bestehen 
Serin spielt eine wichtige Rolle bei der Biosynthese der Purine. Außerdem ist es Bestandteil vieler Enzyme
Tyrosin Vorstufe für die Biosynthese von Catecholaminen (Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin), Thyroxin und Melaninen
Stickstoff (N), Schwefel (S) und Phosphor (P)  aus dem Überhang wird zur Bildung der nicht-essentiellen Aminosäuren benötigt. Ist der Überhang jedoch zu hoch, führt er zur Übersäuerung des Körpers. 

  Auch bei den Fettsäuren gibt es essentielle: Linolsäure, Arachidonsäure, Linolensäure (laut NaturePower 01.08.2007)

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hpessen.htm, Stand 07.12.2009