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Die neue Rechtschreibung
Das dürfen sich auch Ihre Kinder ansehen
  Da wir gerade beim Thema Sprache sind, möchte 
ich hier eine bissige Bermerkung loswerden: 

  Da hat doch eine in Mannheim ansässige Institution gedacht, sie darf sozusagen "Sprache machen" und versucht, dem Deutschen Volk mit der Behauptung von "Vereinfachungen" eine neue schriftliche Ausdrucksweise aufs Auge zu drücken. Hier gefällt mir die Stellungnahme eines Verlages recht gut, die wie folgt erklärt, warum "wir" - dazu zähle ich mich auch - an der "alten" Rechtschreibung festhalten:

  Wir halten die "neue" Rechtschreibung für eine Fehlgeburt, und das konnte auch gar nicht anders sein, weil der Ansatz der Reformer war, das Schreiben wieder einfacher zu machen. Wir als Verlag veröffentlichen unsere Bücher aber für Sie, liebe Leserin / lieber Leser - Sie sollen es als Leser einfach haben. Das Lesen und das Verständnis ist bei vielen Regeln der "alten" Rechtschreibung einfacher und klarer. (Denken Sie nur einmal, daß nach der neuen Rechtschreibung, zwei Autoren kein Buch mehr zusammenschreiben können, es hieße dann immer, sie hätten es zusammen geschrieben, auch wenn sie es zusammengeschrieben haben.) Im Übrigen sind die neuen Regeln nun auch nicht frei von Widersprüchen. Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne ein ausführliches Info mit den wichtigsten Ungereimtheiten am "Neuschrieb". (Text aus dem Jahre 2002).

  Inzwischen ist einiges an Zeit vergangen und die neue Rechtschreibung wird immer noch angefeindet - zu Recht. Einige große Zeitungsverlage haben sich sogar zusammengeschlossen und wollen wieder zur alten Rechtschreibung zurückkehren. Das finde ich sehr vernünftig. 

  Ich finde es nämlich immer noch komisch, wenn ich z.B. etwas von "Potenzial" lese; das hat meistens nichts mit Sex oder Potenz zu tun - und auch nicht mit dem Potenzieren aus der Mathematik. Der fragliche Begriff ist vom lateinischen "potentia" (die Macht) abgeleitet, wie auch das Wort "Potentat". Hier aus einer Sprechweise (Potential wird "potenzial" gesprochen) eine irreführende Schreibweise zu machen, halte ich für ein starkes Stück. Eine Sprache kann man eben nicht vergewaltigen. Die Deutsche Sprache gehört auch keiner mannheimer Institution, sondern dem Deutschen Volk als ganzes. 

   ... und wir sollten sie so sprechen und schreiben, wie sie gewachsen ist. Sonst könnte es eines Tages noch passieren, daß es Diskussionen und Vorschläge einer "Quotenregelung" gibt, wie das jetzt (Oktober 2004) gerade mit der Aussendung deutscher Schlagertexte bei Rundfunkanstalten geschieht.

© Dr.-Ing. Hans-Dieter Nowak - Impressum
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nrecht.htm, Stand 25.01.2010